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Georg Simon Ohm


Georg Simon Ohm Er wurde am 16. März 1789 in Bayern geboren und starb am 6. Juli 1854 in München. Ohm, Physiker und Mathematiker, war Mathematiklehrer in Köln und Nürnberg. Zwischen 1825 und 1827 entwickelte er die erste mathematische Theorie der elektrischen Leitung in Schaltkreisen, die auf der Untersuchung der Fourier-Wärmeleitung und der Herstellung von Metalldrähten unterschiedlicher Länge und Durchmesser beruhte, die für seine Untersuchungen der elektrischen Leitung verwendet wurden.

Sein Werk hatte zu seiner Zeit keine Anerkennung verdient, und das berühmte Ohmsche Gesetz blieb bis 1841 unbekannt, als er die Copley-Medaille vom britischen Königshaus erhielt. Bis dahin waren die Jobs in Köln und Nürnberg nicht unbefristet, so dass er keinen angemessenen Lebensstandard aufrechterhalten konnte.

Er arbeitete als Gymnasiallehrer für Mathematik am Jesuitenkolleg in Köln, wollte aber an der Universität unterrichten. Zu diesem Zweck musste er als Zulassungsnachweis unveröffentlichte Forschungsarbeiten durchführen. Er experimentierte mit Elektrizität und baute seine eigene Ausrüstung, einschließlich Drähte.

Er experimentierte mit verschiedenen Drahtstärken und -längen und entdeckte äußerst einfache mathematische Zusammenhänge zwischen diesen Dimensionen und elektrischen Größen. Zunächst stellte sich heraus, dass die Stromstärke direkt proportional zur Fläche des Drahtabschnitts und umgekehrt proportional zu seiner Länge war. Damit konnte Ohm ein neues Konzept definieren: den elektrischen Widerstand. Was bedeutet elektrischer Widerstand? Die freien Elektronen, die entlang der elektrischen Leitung oder des Kabels fließen, müssen durch die Atome, aus denen sie bestehen, hindurchtreten und ständig mit ihnen kollidieren. Auf diese Weise wird der Elektronenfluss durch den Widerstand behindert, den Atome ihrem Durchgang entgegensetzen.

1827 konnte Ohm eine Aussage formulieren, die neben diesen Größen auch die Potentialdifferenz betraf: "Die Intensität des elektrischen Stroms, der durch einen Leiter fließt, ist direkt proportional zur Potentialdifferenz und umgekehrt proportional zum Stromkreiswiderstand." Diese Aussage ist heute noch als Ohmsches Gesetz bekannt. Auf diese Beziehungen war auch ein halbes Jahrhundert zuvor von den Engländern Cavendish hingewiesen worden, die sie nicht preisgaben.

Obwohl diese Studien eine wichtige Zusammenarbeit in der Theorie der elektrischen Schaltkreise und ihrer Anwendungen darstellten, wurde ihm die von Ohm gewünschte Universitätsstelle verweigert. Seine Schlussfolgerungen stießen auf negative Kritik, zum Teil, weil er versuchte, diese Phänomene auf der Grundlage einer Theorie des Wärmeflusses zu erklären. Ohm musste sogar seinen Highschool-Job in Köln aufgeben und lebte die nächsten sechs Jahre in Armut. 1833 wurde er jedoch wieder in die Wissenschaft einbezogen, indem er einen Posten an der Nürnberger Polytechnischen Schule annahm.

1841 erhielt er eine Medaille von der Royal Society of London, und erst 1849 gelang es Ohm, Professor an der Universität München zu werden, wo er als letzter seines Lebens nur fünf Jahre blieb.